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Kulinarische Inklusion

Kulinarische Inklusion Schirmherr Christian Mittermeier

Dysphagie nimmt Menschen die Selbstverständlichkeit des Essens.

Was bleibt, ist oft Verzicht – und häufig auch Rückzug. Dabei ist Essen weit mehr als Nahrungs-aufnahme. Es ist Gemeinschaft, Würde, ein Moment von Nähe und Leben. Wenn wir als Köche zulassen, dass Menschen davon ausgeschlossen werden, verlieren wir mehr als sie.

Die Initiative von Jens Rusch berührt genau diesen Punkt. Sie fordert uns auf, hinzusehen, zu verstehen und zu handeln.

In meinem Verständnis von Handwerk und Verantwortung geht es nicht nur darum, was wir tun oder wie wir es tun, sondern warum wir es tun.

Respekt, Mitmenschlichkeit und die Bereitschaft, den anderen mitzudenken, sind keine Zugabe – sie sind Grundlage.

Ich habe die Schirmherrschaft übernommen, weil ich überzeugt bin, dass wir als Gastgeber Räume schaffen müssen, in denen jeder Mensch seinen Platz hat. Ohne Ausnahme.

Vielleicht ist das am Ende der Maßstab:

Nicht, wie perfekt etwas ist – sondern für wen es möglich gemacht wird.

Christian Mittermeier

Ludwig „Lucky“ Maurer

Patientennetzwerk * Botschafter * Ludwig "Lucky" Maurer

Ludwig „Lucky“ Maurer ist ein deutscher Koch, Kochbuchautor, Metal-Bassist und Züchter von Bio-Wagyū-Rindern. Maurer ist seit 1997 Frontmann und Gitarrist der Black-Metal-Band Seasons in Black.

Bayrischer Rundfunk: Mit 20 Jahren erkrankte Ludwig Maurer an Lymphdrüsenkrebs. Nach der sechsten Chemotherapie wollte er fast aufgeben. Stattdessen erstellte er eine Überlebensliste mit den Dingen, die er unbedingt noch machen wollte.

www.ludwigmaurer.com | Seasons in Black

Oliver Kumbartzky

Patientennetzwerk * Botschafter * Oliver Kumbartzky

Oliver Kumbartzky ist 1981 in Brunsbüttel geboren und dort aufgewachsen. Er studierte Betriebswirtschaft an der FH Westküste und war anschließend Marketingleiter bei Dithmarschen Tourismus. Von 2009 bis 2024 war er Landtagsabgeordneter; seit Februar 2025 ist er hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Büsum.

Als einer der Mitbegründer der Brunsbütteler Wattolümpiade, bei der er 20 Jahre lang Wattkampfleiter war, setzte er sich ehrenamtlich für Krebsbetroffene ein.

Zitat: „Ich freue mich, dass nach dem Ende der Wattolümpiade eine neue Struktur gefunden wurde, unser ehrenamtliches Engagement für Krebsbetroffene und die Vorsorge fortzusetzen. Es ist mir eine Ehre, als Botschafter die gute Sache zu unterstützen.“

Dr. med. Thomas Thomsen

Patientennetzwerk * Botschafter * Dr. med. Thomas Thomsen

Dr. med. Thomas Thomsen ist Chefarzt der WKK Brunsbüttel, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Palliativmedizin.

Seit einigen Jahren klärt der Gastroenterologe in einem Informationszelt auf der Charity-Meile des WOA über das Thema Darmkrebsvorsorge auf – frei nach dem Motto: Darmkrebsvorsorge rockt.

Zitat: „Wir müssen raus aus den Elfenbeintürmen und den Hörsälen, wir müssen dorthin gehen, wo die Menschen sind, die wir erreichen wollen.“

Wie sinnvoll solche Initiativen sind, zeigen die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ernüchternden Zahlen der Darmkrebsvorsorge in Deutschland: Nur zwei bis drei Prozent der Anspruchsberechtigten eines Jahrgangs nehmen sie in dem Jahr auch wahr.

Fred Donald Dickson jr

Patientennetzwerk * Botschafter * Fred Donald Dickson Jr.

Fred Donald Dickson jr ist wie Jens Rusch selbst krebsbetroffen und wurde als einer der ersten Amerikaner computergesteuert von seinem Zungengrundtumor befreit. Seine Popularität setzt „Big Red“ unermüdlich in großen Stadien und Charity-Veranstaltungen für andere Krebsbetroffene ein.

Anlässlich der Wattolümpiade brachte er eine Granit-Tafel als Zeichen seiner Solidarität nach Norddeutschland. Seiner Obhut vermittelte das Netzwerk bereits zahlreiche Betroffene nach Maryland, wo er sich weiter um sie kümmerte. Sein Engagement für Komplementärmedizin, die er gemeinsam mit Freunden einer Hindu-Gemeinschaft betreibt, verdanken viele Amerikaner inzwischen ihre ersten Jiaogulan-Pflanzen.

Petra Köster

Patientennetzwerk * Botschafter * Petra Köster

Petra Köster, Leiterin des Krebsberatungszentrums Westküste, wurde an ihrem 10. Jubiläumstag für ihre großartige Arbeit zur Botschafterin des Jahres 2025 ernannt.

Das Netzwerk Patientenkompetenz freut sich, eine weitere Botschafterin auf diese Weise auszeichnen zu können, die durch ihre Integrität und ihre Reputation zum Vorbild für andere Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler an der Krebsfront dient.

Jens Rusch

Patientennetzwerk * Botschafter * Jens Rusch

Jens Rusch (* 26.04.1950 in Neufeld / Dithmarschen) ist selbst Krebsbetroffener. Aus dieser Perspektive gründete er seit 2001 eine Folge sinnvoller Institutionen, die das Überleben von Krebsbetroffenen optimieren sollen. Dazu gehören Dialoge mit Kliniken, Forschern und Charity-Organisationen.

Durch die Spaßveranstaltung „Wattolümpiade“ generierten er und seine Mitstreiter in zwanzig Jahren über 700.000 € für die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft, die Westküstenkliniken, das Krebsberatungszentrum Westküste, verschiedene Palliativ- und Hospiz-Vereine und andere NGOs. Auf dem WOA entstand auch die Folgeorganisation der Wattolümpiade: das Netzwerk Patientenkompetenz.

Für sein Engagement wurde Jens Rusch mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt und zum Ehrenmitglied des onkologischen Arbeitskreises der Westküstenkliniken ernannt.

Netzwerk Patientenkompetenz

Patientennetzwerk * Botschafter * Jens Rusch * Bundesverdienstkreuz
Patientennetzwerk * Botschafter * Jens Rusch * Ehrenmitglied onkologischer Arbeitskreis

Yared Terfa Dibaba

Patientennetzwerk * Botschafter * Yared Terfa Dibaba

Yared Terfa Dibaba (* 8. April 1969 in Aira, Provinz Welega, Äthiopien) ist deutscher Schauspieler, Fernsehmoderator, Entertainer, Autor und Sänger. Er wurde im Südwesten Äthiopiens im Volk der Oromo geboren und erhielt bei seiner Einbürgerung in Deutschland 1993 seinen heutigen Namen.

Quelle: Wikipedia

Weiter unten folgt außerdem sein plattdeutscher Aufklärungstext „De beste Krebs is de, denn Du gor nich erst kriegen deihst!“ zur Darmkrebsvorsorge, abgeschlossen mit der Signatur „Dien Yared Dibaba“.

Patientennetzwerk * Botschafter * Jens Rusch und Yared Dibaba

De beste Krebs is de, denn Du gor nich erst kriegen deihst!

Dat de Krebs een vun de gruuligsten Krankheiten is, mutt ik Di wull nich vertelln, oder?

Wenn he Di erstmol an‘ Kanthoken kricht, denn büst Du in Mors! So hett man fröher dacht.

Dat mutt in veele Fälle gor nich erst so wiet komen!

Darmkrebs to’n Biespill kann man nömli all ganz fröh faststelln – denn, wenn he noch so lütt is, dat he meist noch gor nich to sehn is. Denn nömbt se em „Polüpen“.

„Bliev mi vunne Farv!“, warst Du veellicht seggn.

Dörfst Du ook seggen, denn keen Minsch mutt Di för de dorste Ünnersööken opsnieden!

Dat mokt de Dokter hüütigendogs fuurts dör Dein Achtersten.

Süht he dor en lütten Krebs, so’n Mini-Schietdings in Dien Darm, denn knippt he em direkt af un smitt em wech.

Un Du? Du kannst achteran noch bannig veele Johrn gesund un ohne düssen Schiet-Krebs leeven.

Du meenst dat kost‘ Di ’n Barg Geld? Nö, överhaupt ni: Wenn Du över föfftig büst, muttst Du sülms gor nix betohln. Dat deiht de Krankenkass‘.

Ik segg jümmers:

De beste Krebs is de, denn Du gor nich erst kriegen deihst!

Also, nich lang schnacken: Go no dien Huus-Dokter un lot Di mol in‘ Achtersten kieken.

Dat nöömt sick Darmspeegelung“ odder „groote Hobenrundfohrt mit Speicherstadt“. Dien Dokter weet op jeden Fall ganz genau, worüm dat geiht un wat to dohn is.
Also, bliev gesund un hol Di fuchtig!
Dien Yared Dibaba


Text: Heiko Kroll, Jens Rusch und Yared Dibaba | Foto: Sebastian Fuchs

Netzwerk Patientenkompetenz * Botschafter * Yared Dibaba

Prof. Joachim Krause

Patientennetzwerk * Botschafter * Prof. Joachim Krause

Prof. Joachim Krause ist deutscher Politikwissenschaftler und emeritierter Professor für Internationale Politik am Institut für Sozialwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er ist Autor oder Herausgeber von mehr als 40 Büchern und hat zahlreiche Aufsätze veröffentlicht; unter anderem begründete er das Jahrbuch Terrorismus und die Zeitschrift für strategische Analysen „Sirius“.

Professor Krause gründete 2002 das Institut für Sicherheitspolitik an der Christian-Albrechts-Universität (ISPK) neu und war bis Juni 2023 Direktor des Instituts. Bis Juni 2024 war er Vorstand der Stiftung Wissenschaft und Demokratie.

Zitat: „Aus persönlicher Anschauung weiß ich, wie wichtig es ist, dass sich heute Krebspatienten selbst sachkundig machen, um ihr eigenes Leben zu erhalten. Ein Netzwerk, das vorrangig ihre Interessen vertritt und sich selbst dynamisch aktualisiert, halte ich für eine definitiv zielführende Idee. Sehr gerne unterstütze ich das Netzwerk Patientenkompetenz meines Freundes Jens Rusch als Botschafter und werde nach Kräften zu einer weiteren Vernetzung beitragen.“